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Abschreibung
Die Kosten für die Anschaffung oder Herstellung einer Immobilie müssen steuerlich auf mehrere Jahre verteilt werden. Bei der Abschreibung einer Immobilie ist dringend zu beachten, daß die Abschreibung der Kosten für Grund und Boden grundsätzlich nicht möglich ist, weil hier kein abnutzbares Wirtschaftsgut vorliegt. Die Höhe der Abschreibung hängt von mehreren Faktoren ab. Die lineare Abschreibung für Wohnimmobilien beträgt beispielsweise zwei Prozent bzw. bei Gebäuden, die vor dem 01.01.1925 hergestellt worden sind, erhöht sie sich auf 2,5 Prozent. Abschreibungsvergünstigungen gibt es a) für den Neubau von vermieteten Wohnungen (degressive AfA) und b) für die Modernisierung und Instandsetzung von Baudenkmälern und in Sanierungsgebieten (§§ 7h, 7i EStG).

Abteilungen des Grundbuches
Jedes Grundbuch ist in drei sogennante Abteilungen eingeteilt.
Die Abteilung I dient der Feststellung der Eigentumsverhältnisse. Hier ist der Name des Eigentümers bzw. mehrerer Eigentümer eingetragen sowie Angaben darüber, wie das Grundstück erworben wurde. ( Zwangsversteigerung, Kauf oder Erbschaft ).
Die Abteilung II enthält alle Belastungen, die auf dem Grundstück liegen, mit Ausnahme der Grundpfandrechte. (Vorkaufsrechte nach dem Baugesetzbuch, Dienstbarkeiten wie Geh- und Fahrrecht für Nachbarn).
Die Abteilung III enthält die Grundpfandrechte, also die Eintragung einer Grundschuld. Bei einer Grundschuldbestellung wird oft die Unterwerfung des Grundeigentümers in die sofortige Zwangsvollstreckung in sein gesamtes Vermögen festgelegt, falls er sein Darlehen nicht zurückbezahlt.

Wichtiger Tip: Vor dem Kauf einer Immobilie sollte das Grundbuch eingesehen werden.

Auflassung
Unter dem Begriff "Auflassung" versteht man die Einigung des Verkäufers mit dem Käufer eines Grundstückes, daß das Eigentum vom Verkäufer auf den Käufer übergeht und die Eigentumsumschreibung im Grundbuch vollzogen werden soll. Oft vergehen zwischen dem Abschluß eines Kaufvertrages und der Eigentumsumschreibung im Grundbuch viele Monate, weshalb eine sogenannte "Auflassungsvormerkung" wichtig ist. Die Auflassungsvormerkung sichert den Anspruch des Käufers auf Übertragung des Eigentums. Die Auflassungsvormerkung gibt Sicherheit, daß der Verkäufer in dem Zeitraum, der zwischen dem Abschluß des Kaufvertrages und der Eigentumsumschreibung im Grundbuch vergeht, keinerlei Verfügungen über das Grundstück trifft.

Auslandsimmobilien
Als Feriendomizil werden von den Deutschen Immobilien in Spanien, Frankreich und Italien bevorzugt. Für die Anleger stehen drei Motive im Vordergrund:
1. Höhere Renditen als in Deutschland
2. vorteilhaftere Steuergesetzgebung (Freibeträge und niedrigen Steuersätze)
3. für große institutionelle Anleger die sogenannte Portfoliodiversifikation (geographische Streuung) Der Erwerb von Immobilien im Ausland ist sowohl in direkter Form möglich als auch indirekt in Form von geschlossenen Fonds oder Immobilienaktien


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