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Baudenkmäler
Gebäude, oder auch Teile von Gebäuden oder Gruppen von Gebäuden, die nach den Denkmalschutzgesetzen unter Denkmalschutz stehen. Jedwaige Bauaßnahme an einem Baudenkmal muß von der zuständigen Denkmalschutzbehörde genehmigt werden, auch wenn es sich um Modernisierungsmaßnahmen oder sonstigen baulichen Maßnahmen handelt, für die im Regelfall gar keine Baugenehmigungen erforderlich wären. Bei einem Baudenkmal können nach § 7i EStG über zehn Jahre hinweg jeweils zehn Prozent von den Herstellungskosten,die zur Erhaltung des Gebäudes als Baudenkmal oder zu seiner sinnvollen Nutzung erforderlich sind, abgeschrieben werden. Begünstigt sind auch Anschaffungskosten.
Vorsicht: Zuerst muß der Kaufvertrag abgeschlossen werden und erst danach dürfen - immer in Abstimmung mit der Denkmalschutzbehörde - die baulichen Maßnahmen durchgeführt werden

Bauträger
Als Bauträger bezeichnet man ein Unternehmen, welches als Bauherr Wohn- oder Gewerbebauten auf dem eigenen Grundstück, im eigenen Namen und für eigene oder für fremde Rechnung baut. Hierzu ist für ihre Tätigkeit die Erlaubnis nach § 34c der Gewerbeordnung Vorraussetzung und Makler- und Bauträgerverordnung (MaBV) muß beachtet werden, wo detaillierte Vorgaben beschrieben sind.

Besichtigungsrecht
Der Vermieter darf die Wohnung des Mieters aus bestimmten Gründen besichtigen, muß dies jedoch rechtzeitig anmelden, angemessen sind hier drei Tage vorher, in Notfällen auch 24 Stunden.
Übliche Besuchszeiten: Werktags zwischen 10 und 13 Uhr und zwischen 15 und 18 oder 20 Uhr.
Manchmal ist im Mietvertrag ein Besichtigungsrecht des Vermieters vereinbart, was der Vermieter aber auch dann besitzt, wenn dies nicht schriftlich fixiert ist, und zwar insbesondere bei folgenden Fällen:
Regelmäßige Kontrolle, Schadensabwehr, Modernisierung, Sanierung, Verkauf
Verweigert der Mieter die Besichtigung, kann der Vermieter den Mieter auf Duldung der Besichtigung verklagen.

Beurkundungspflicht
Beim Erwerb eines Grundstückes oder einer Eigentumswohnung, muß dieser dazu beim Notar einen Vertrag abschließen, womit gewährIeistet werden soll, daß eine Belehrung auch von rechtsunkundigen Käufern oder Verkäufern durch den Notar stattfindet. Ebenso stellt Sie einen Schutz vor übereilten Entschlüssen dar. Von der Beurkundungspflicht werden auch damit rechtlich zusammenhängende Geschäfte wie Vorvertrag, Vorkaufsrecht, Bau- beziehungsweise Baubetreuungsvertrag erfaßt. Wird die Form nicht eingehalten, ist das Geschäft nichtig.

Bezugsfertigkeit der Wohnung
Der Zeitpunkt der Fertigstellung bzw. der Bezugsfertigkeit ist wichtig, da Abschreibungen (und auch die Eigenheimzulage) erstmals im Jahr der Anschaffung bzw. Fertigstellung in Anspruch genommen werden können. Ein Gebäude gilt dann als bezugsfertig, wenn den künftigen Bewohnern zugemutet werden kann, es zu benutzen. Die Abnahme durch die Bauaufsichtsbehörde ist dafür nicht ausschlaggebend. Wohngebäude gelten dann als fertiggestellt, wenn sie bewohnbar sind. Es ist nicht maßgeblich, ob wirklich jemand in dem Gebäude wohnt. Umgekehrt ist das Gebäude nicht als bezugsfertig anzusehen, wenn der Nutzer sich nur provisorisch dort eingerichtet hat und in ein Zimmer eines sonst noch nicht bewohnbaren Gebäudes eingezogen ist.

Bodenrichtwert
Der Bodenrichtwert ist der durchschnittliche Wert des Grund und Bodens pro Quadratmeter in einem Gebiet mit gleichen Lage- und Nutzungsverhältnissen. Der Bodenrichtwert wird von den Gutachterausschüssen aus Kaufpreisen abgeleitet,genauso wird der unterschiedliche Entwicklungsstand des Baulandes berücksichtigt. Die Bodenwerte sind auf jeden Fall für erschließungsbeitragspflichtiges und -freies Bauland zu ermitteln. Auch in Gebieten, die bereits bebaut sind, werden Bodenrichtwerte festgestellt - mit dem Wert, der sich nach Ansicht der Gutachter ergeben würde, wenn der Boden nicht bebaut wäre. Die Bodenrichtwerte sind zwar unverbindlich, aber dennoch eine große Hilfe bei der ImmobiIienbewertung. Außerdem werden sie für die Besteuerung verwendet, so zum Beispiel bei der Ermittlung der Höhe der Erbschafts- und Schenkungssteuer. Wichtig sind die Bodenrichtwerte auch dann, wenn das Finanzamt einen Gesamtkaufpreis auf Grundstück und Gebäude verteilen muß. Dies ist erforderlich, da Abschreibungen nur vom Gebäudewert berechnet werden.


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